Warrock-Test

für/von MegaRindfleisch


Warrock's Geschichte

Zitat Elitepvpers von °Awake

[Wie ihr sicher wisst kann man, wenn man will, sich die Gesichte von War Rock auf der Homepage durchlesen. Im Vergleich zu anderen MMO's war ich überrascht von der gut durchdachten Handlung und den leicht poetisch angehauchten Elementen. Da die Geschichte bis dato allerdings nur in Englisch vorhanden ist, dachte ich mir ich übersetze sie für alle jene, die kein Englisch sprechen oder die (wie ich normalerweise auch) zu faul zum übersetzen sind, ins Deutsche. War nicht ganz so leicht, manchmal hatte ich das Gefühl die haben extra nur Redewendungen benutzt die es im Deutschen nicht gibt. Aber naja, lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist die Story, habt Spaß beim lesen. Falls ihr Fehler findet könnt ihr mir die gerne sagen. Und ich kann es nur jedem empfehlen: Lest die Geschichte, sie ist wirklich nicht schlecht.

Kapitel 1: Kriegshunde
Der Krieg beginnt
Das rosarote Licht des Sonnenaufgangs, das die fernen Dünen beleuchtete, ließ die kleine Stadt in den nördlichen Stammesgebieten der derbaranischen Republik erwachen. Bäcker und Händler, Hebammen und Lehrer verließen ihre Lehmsteinhäuser um ihren Tag zu beginnen. Wie immer warfen sie nervöse Blicke auf den NATO-Draht und das betonierte Gelände des derbaranischen Militärdepots, welches sich, zusammengekauert unter einem gelben Banner, direkt unter dem Dorf befand. Es war ein unbequemes Miteinander; die derbaranische Regierung hatte für die Stammesminderheiten in diesem Gebiet wenig übrig.

Alarmrufe erhoben sich von den am Depot stationierten Männern, als ein Konvoi aus Panzer und Lastwagen die Dünen erklomm. Sie trugen flatternde, grüne Banner, die Farben der nationalen Unabhängigkeitsunion (National Independence Union, N.I.U.), die rebellische Minderheitskoalition der Stämme. Jedoch waren sie keine ärmlichen Kleinbauern mit billigen Gewehren. Die derbaranischen Soldaten rannen panisch umher als NIU-Panzer explosive Geschosse auf das Depot niederregnen ließen, die Betonbunker zerschmetterten und Soldaten zwischen umfliegenden Trümmern zerquetschten. NIU-Lastwagen spien etliche Männer aus, die die Verteidigungsstellungen mit kleinen Feuersalven übersäten.

Als es vorbei war, hörte man nur noch das Knistern der Flamen und die Schreie der verwundeten und sterbenden derbaranischen Soldaten. Behutsam verließen die Dorfbewohner ihre Deckung. Sie schnappten hörbar nach Luft als sie den Mann, der sich auf dem Geschützturm des Führpanzers stehend ihnen zuwandte, erkannten. Selbst in einem so kleinen Dorf war sein Gesicht oft über die Mattscheiben geflimmert. Es war General Ikram Karmali, hoch dekorierter Offizier des derbaranischen Militärs und Berater des Präsidenten. Der Stolz des derbaranischen Militärs war also zum Rebell geworden.

“Brüder und Schwestern.”, begann General Karmali. “Ich kann nicht länger mit ansehen wie Präsident Zaripov und seine Regierung uns unterdrücken. Ich widerrufe meine Loyalität zu Zaripov. Die NIU wird sich dieses Land zurücknehmen!”

Der Widerstand
Der Helikopter landete mit einem staubigen Wirbelwind in der NIU-Operationsbasis. Hauptmann Ramazan, Kommandant der NIU-Spezialeinheit „Desert Dogs“ (dt.: Wüstenhunde), kletterte aus dem Helikopter und schritt durch den Staub. Zu beiden Seiten salutierte man neben ihm. Er hatte sich den Respekt mit seinem Blut verdient, als er zehn Jahre im derbaranischen Militär unter General Karmali diente, bevor beide zur NIU überliefen. Viele der Männer, die ihm nun salutierten, hatten schon lange vor der Rebellion unter ihm gedient. Es waren kampferprobte und abgehärtete Männer. Doch gab es auch andere, so z.B. die Ziegenhirten und die Farmer, die einzig und allein kämpften weil sie an die Sache glaubten.

Der NIU fehlte es nicht an Herz. Was ihnen fehlte waren Waffen. Sogar die „People's Press“, eine Untergrundzeitung und die Stimme der Rebellion, zweifelte öffentlich den Umstand an, ob die wenigen Panzer und Waffen, die General Karmali vom derbaranischen Militär mitbrachte, ausreichen würden, um eine ernsthafte Bedrohung der Regierung darzustellen.

Doch dann begannen die mysteriösen Lieferungen.
Ein Lastwagenkonvoi rumpelte aus dem Feldlager zurück dahin, wo auch immer er herkam, seine geheimnisvolle Ladung, bestehend aus Kisten, fein säuberlich neben der Ausrüstung gestapelt. Sie waren der Grund für Ramazans Kommen.

General Karmali unterhielt sich leise mit einer handvoll Kommandanten in seinem zeitweiligen Hauptquartier. Er entließ sie mit einer knappen Handbewegung als Ramazan eintrat.

“Kommen sie nicht auch die Idee mir Fragen zu stellen, mein Freund”, nahm der General vorweg.

Ramazan nahm ein gefaltetes Stück Papier aus seiner Brusttasche und überflog es. “Sturmgewehre, Pistolen, Raketenwerfer ... und all das an einem halben Dutzend unserer angeblich geheimen Operationszentralen abgeliefert.”, sagte er. “Auch von Fahrzeugen hörte ich. Panzer. Sogar Flugzeuge.“

“Die Leute, die uns unterstützen, haben nun mal die Mittel und die Kontakte um all das zu realisieren.”, sagte der General. “Was zählt ist, dass wir jetzt gut genug bewaffnet sind um dem derbaranischen Militär ernsthaften Widerstand zu leisten. Ohne unsere Freunde würden wir kaum eine Chance haben. Das wissen sie so gut wie ich.”

“Aber warum sollten sie uns helfen?”, fragte Ramazan. “Was zur Hölle interessiert die unsre Rebellion? Das hier ist etwas zwischen uns und der Regierung.”

General Karmali lächelte lediglich. “Sagen wir sie haben ein berechtigtes Interesse, dass die NIU den Krieg gewinnt. Jetzt schnappen sie sich die Waffen und holen sie ihre Dogs, Ramazan. Es ist Krieg.”

Die Widerständigen
Major Selik saß am Tisch im Sitzungszimmer und las Zeitung. Dabei sah er aus wie ein Buchhalter der auf einen Kunden wartet. Unschuldig auszusehen hatte ihm als Kopf der Sicherheitskräfte des derbaranischen Militärs und Anführer des „Nightwatch 1“ , ein Elite-Einsatzteam, immer gut gedient.

Er warf seine Zeitung hin. Die Derbaran National Press Agency (dt.: nationale Presseagentur Derbarans) bekam Wind davon, dass Präsident Zaripov Ressourcen von den vielen Ölplattformen abzog um sie im Uranminensektor einzusetzen. Wie erwartet warf das Fragen auf. Natürlich hätte Zaripov die Geschichte verschweigen können. Aber das hätte Gerüchte erzeugt. Und der Präsident brachte klar zum Ausdruck wie sehr er im Moment Gerüchte vermeiden wolle.

Präsident Zaripov schwebte mitsamt seinem Kader an Beratern in den Raum.

“Mit allem Respekt, Herr Präsident,”, begann der beleibte Wirtschaftsminister, “Der Rückschlag unseres Einkommens ist zu groß. Sie können nicht so viele Arbeitskräfte vom Öl abziehen. Uran sichert uns kein adäquaten Geldfluss. Und wir werden Geld für diesen Krieg brauchen.”

“Ich bin nicht über den Staatshaushalt beunruhigt.", antwortete der Präsident. “Uran wird bald einen Platz als wichtige Komponente unserer nationalen Sicherheit einnehmen.” Der Minister setze zu einer Entgegnung an, doch der Präsident schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab. “Ich werde das nicht weiter diskutieren.”

Ein Donner war aus der Ferne zu vernehmen. Durch die Balkontüren starrend entdeckte Selik eine schwarze Rauchwolke am Horizont aufsteigen. Der Krieg hatte sich ausgeweitet und die NIU verübte nun Anschläge auf Autobahnen, Kraftwerke, den Hafen … Sie griffen überall dort an, wo ihre Angriffe erwartet wurden und niemand konnte sagen wie sie an so gute Bewaffnung gekommen waren. Trotzdem verhielten sie sich unberechenbar, z.B. indem sie Einheiten zu entlegenen Orten schicken. Es war seltsam.


“Würden sie mich und Major Selik bitte allein lassen? Ich muss mit ihm unter vier Augen sprechen.”, sagte Präsident Zaripov.

Nachdem seine Berater den Raum verlassen hatten, wandte sich Zaripov an Selik. “Ich habe eine Aufgabe für ihr Nightwatch 1-Team, Major”, sagte der Präsident.

“Alles was sie wünschen, Herr Präsident.”

“Wissen sie etwas von dem Aufbereitungsprojekt das in der Wüstenregion nördlich des Republic Highway (dt.: Autobahn der Republik) lief? ”

Major Selik zögerte einen Moment bevor er nickte. Er wurde nie genau in das Projekt eingeführt, aber natürlich gab es wenig was seiner Aufmerksamkeit als Kopf des Sicherheitsservice entglitt. “Ich muss gestehen dass ich keine Details kenne, ich weiß nur das es dieses Projekt gibt.”

“Dort gibt es ein Dorf in der Nähe des Projektgeländes. Stellen sie sicher das es keine Zeugen gibt, die die NIU in die Finger kriegen könnte.”

“Wie sie wünschen.” Der Präsident lächelte. “Ich wusste dass ich auf sie zählen kann, Selik.”

Als der Präsident, seine Anzugtragenden Berater mitziehend, aus dem Zimmer schwebte, warf Major Selik der schwarzen Rauchwolke einen finsteren Blick zu. Er fragte sich welches mysteriöse Projekt in der Wüste wohl wichtiger sei als sich gegen die NIU zu verteidigen.

„War Rock“
Hauptmann Ramazan’s Schuhe fühlten sich an, als hätte sie jemand mit Blei gefüllt. Der Krieg wuchs. Was mit ein paar kleinen Einheiten die Bomben legten und aus dem Hinterhalt Überfälle durchführten begonnen hatte, wurde zu einer Kampfserie die auch Panzer und Flugzeuge miteinbezog. Seine Desert Dogs kämpften nun schon seit Tagen ununterbrochen.

Und nun das.

Das Feldlager war nicht mehr als eine handvoll Zelte die sich um einen Krater in der Wüste reihten. Um das leere Loch waren Industrieleuchten als eine Art Gelände aufgestellt worden. Der General entsandt ihn mit seinen Elite Desert Dogs auf die, wie er es nannte, heikelste Mission der Rebellion bis dato. Aber sie fanden lediglich ein leeres Lager das von einer handvoll derbaranischen Soldaten bewacht wurde. Leider gab nur ein derbaranischer Offizier Informationen unter Befragung preis. “War Rock (dt.: Kriegsfelsen)”, plärrte der Offizier im nach Blut stinkenden Befragungszelt. „Das Projekt wird War Rock genannt.” Aber was auch immer “War Rock” war, es war dem Offizier nicht möglich Licht ins Dunkle zu bringen.

Einer von Ramazan’s Leutnants kam angelaufen, atemlos und verletzt. “Hauptmann, Dörfler erzählten dass gerade eben ein alter Mann und ein Junge von derbaranischen Truppen entführt worden, weil sie etwas in diesem Lager beobachteten.

“Lasst uns keine Zeit verlieren!” blaffte Ramazan.

Ramazan's Leute holten den Konvoi aus drei Lastwagen auf einem asphaltierten Stück Straße südlich des Dorfes ein. Der Aufeinanderprall war heftig, jedoch fiel das derbaranische Sicherheitskontigent schnell unter dem Angriff der Desert Dogs. Sie fanden den Greis und den Jungen mit gefesselten Füßen und Händen auf der Ladefläche eines Lasters. Ramazan ließ sie zur Befragung in naheglegenes Bauernhaus bringen.

Der alte Mann sprach schnell und nuschelte durch seinen zahnlosen Mund, die Augen vor Angst geweitet. Ramazan verstand den Dialekt des alten Manns nicht und sah den Jungen an, damit dieser übersetze.

“Es war ein Fels”, sagte der Junge. “Ein großer Fels der vom Himmel fiel.”

“Ein Meteor?” fragte Ramazan, doch der Junge starrte ihn nur weiter an. “Hat der alte Mann es gesehen?”, fragte er.

Der Junge nickte. “Er sah es. Es hörte sich an wie Donner und beim Aufprall erschütterte es die Erde. Bald darauf kam die Armee. Viele Männer mit Gewehren, viele Laster. Sie bauten das Lager rund herum.” An dieser Stelle fügte der alte Mann etwas hinzu. “Es waren Männern in weißen Anzüge und Helmen.”, übersetze der Junge. “Wissenschaftler.”

Geheimhaltung unter Verbündeten
“Wir haben den alten Mann und den Jungen abgeschottet.”, erzählte General Karmali Ramazan noch in dieser Nacht. “Wir wollen nicht dass sie Märchen erzählen. Und was sie über das Camp gehört hast verlässt nicht ihre direkte Befehlskette, verstanden? Erzählen sie es niemandem.”

Ramazan studierte das Gesicht des Generals. Er diente ihm viele Jahre, folgte ihm in Kriege des Bultvergiessens und Kriege der Politik, doch er sah nie zuvor eine solche Tiefe in seinem Ausdruck. “Was ist dieser War Rock?”, fragte Ramazan leise.

Anstatt zu antworten sagte General Karmali lediglich: “Sammeln sie ihre Dogs. Nur ein kleines Team, klein genug um nicht aufzufallen.”

“Ein Team für was genau?”, fragte Ramazan.

“Sie haben einen Meteor zu finden, Hauptmann.”

Kapitel 2: Offenbarungen
Dr. Black
Malcolm Black wurde vom Rütteln des Land Rovers wach gehalten. Die Straßen in diesem Teil von China waren nicht so gut gewartet wie man hoffen könnte und er konnte sich auf dem Weg zu Flughafen nicht gut erholen. Er drehte sich um aus dem Fenster zu schauen und bemerkte wie Licht über den Horizont schlich. Das würde sein letzter Sonnenaufgang in China sein, denn er ging endlich nach Hause.

Malcolm griff in seine Jacke und zog ein kleines Foto heraus, auf dem ihn seine Frau und seine Tochter aus ihrer Wohnung in New Jersey anlächelten. Er hatte es mitgenommen um sich daran zu erinnern, warum er diesen Auftrag angenommen hatte – dank des gewaltigen Beratungshonorars, das ihm gezahlt wurde, könnten sie nun endlich das Leben haben, das sie verdienten.

Einige Monate zuvor, wurde er von einen Militäroffizier mit dem Namen Selik kontaktiert. Dieser hörte von Malcolm wegen seiner Facharbeit über Urangelb und sein Potenzial für militärische Nutzung. Aus einem relativ unbekanntem Land namens Debaran stammend, deutete Major Selik an, dass seine Regierung an Uranforschung und -abbau interessiert wäre und einen Berater bräuchte. Malcolm interessierte das nicht – bis der Major die Bezahlung erwähnte. Für das Führen eines derbaranischen Forschungsteams in einem chinesischen Uranlabor würde er schuldenfrei und mit genug Geld zurückkehren, um sich und seiner Familie ein komfortables Leben garantieren zu können.

Sein Handy klingelte als der Fahrer den Flughafen erreichte.

“Hier Black.”, antwortete er.

“Dr. Black, Major Selik am Apparat. Ich rufe an um mich für ihre Bemühungen in China zu bedanken. Ich erhielt Berichte von unseren Wissenschaftlern die darlegen, wie unbezahlbar ihr Training und ihre Fachkompetenz für sie war.” Selik klang formal, doch Black fühlte dass dieser Anruf mehr als ein einfaches Dankeschön beinhaltete.

“Nicht der Rede wert, Major, ich mache nur wofür sie mich bezahlt haben.” Malcolm wählte seine Worte mit Bedacht. “Ich will sie nicht abwürgen, aber ich muss zum Boarding und ...”

“Ich würde sie gerne in einem anderen Flugzeug wissen, Dr. Black. Wir brauchen sie hier Derbaran noch ein paar Tage länger.” In dieser Stellungnahme war ein gewisses Maß an Finalität. “Bevor sie etwas sagen, möchte ich dass sie verstehen dass ihr Besuch von entscheidender Bedeutung für Derbaran ist. Ihnen wird das doppelte von dem was sie bereits erhalten haben gezahlt – falls sie sich entscheiden zu kommen. Ich hoffe sie bald zu treffen.“ Das Telefon verstumme.

Malcolm wollte dagegen ankämpfen, doch stattdessen sah er dem Flugzeug beim Abheben in Richtung New York zu. Er würde halt ein paar Tage länger darauf warten müssen, seine Familie zu sehen.

Der Widerstand festigt sich
Zwei tage später…

“Danke das sie so kurzfristig kommen konnten, Major.”, sagte Zaripov hinter seinem Schreibtisch. Er gebar Selik sich zu setzen.

“Sie können immer auf mich zählen, Sir.“ Selik nahm den Stuhl vor dem Schreibtisch. “Welche Fragen haben sie bezüglich meines Berichts?”

“Bevor wir dazu kommen, sagen sie mir wie Black auf ihr Angebot reagiert hat.”, sagte Zaripov.
“Er schien einverstanden. Ich denke wir können ihm vertrauen, er wird in den nächsten Wochen genug Geld machen um für ein Leben lang ausgesorgt zu haben. Außerdem ist er ein Familienmensch und er würde nichts tun was seine Frau oder sein Kind gefährdet. ”

“Sehr gut, damit ist jedem gedient.”, sagte Zaripov lächelnd. “Nun, hier steht dass die Waffen die sie entdeckt haben etwas mysteriös sind?“

“Nicht so mysteriös, Sir. Wir wissen woher sie kommen und wie sie hergestellt wurden, wir können nur nicht zurückverfolgen wer sie hergestellt hat. Diese Waffen sollten eigentlich leicht zurückverfolgbar sein, wo doch lediglich ein paar Firmen so ausgeklügelte Waffen herstellen können. Wie auch immer, diese Waffen sind gefälscht. Sie wurden aus legalen Teilen die man überall auf der Welt finden kann zusammengebaut.”
“Also baut die NIU illegale Waffen. Woher haben sie bloß die Mittel dazu?”, fragte Zaripov.

Sterne…
In der NIU-Festung

General Karmali hatten nun mehr offene Fragen wie zuvor, als er die War Rock Zeugen noch befragt hatte. Während er von der Kraft und dem Wert des War Rock überzeugt war, konnte er nicht genau festlegen was es genau war. Zur gleichen Zeit spannte sich die Lage für die Stammesführer der NIU an. Obwohl sie mit der Sache vertraut gemacht wurden – sie waren abergläubisch und Gerüchte dass der War Rock ein Zeichen der Verdammnis aus dem Himmel ist verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Zusätzlich zu Karmali's Problemen hatte die People's Press Wind von der Aussage der Zeugen bekommen, wahrscheinlich während eines derbaranischen Gegenangriffs der die Zeugen zurückgewinnen sollte.
Karmali rief sich die Befragung der War Rock Zeugen zurück ins Gedächtnis.

“Sterne…”, sagte der Junge mit einem nichtssagenden Gesichtsausdruck.

“Was meinst du mit „Sterne“ Junge?”, fragte Karmali freundlich. Die Zeugen sympathisierten mit der NIU, abgesehen davon gab es keinen Grund um rau zu werden.

“Der Fels sah innen aus als wäre er voller Sterne…an mehr kann ich mich nicht erinnern, Sir…”

Nichts davon hörte Karmali gern. Er rief Hauptmann Ramazan zu sich.

“General, ihr habt mich gerufen?”, sagte Ramazan als er Karmali’s Büro betrat.
“Hauptmann, ich kann eins ihrer Talente gebrauchen.” Karmali gelangte direkt zum Punkt. “Nehmen sie die Desert Dogs und besorgen sie mir Informationen über den War Rock. Die Derbararner haben ein geheimes Informationslager in dieser Stadt.” Er zeigte auf eine Wandkarte der Republik Derbaran. “Ich wünsche ich wüsste mehr, aber ich weiß nur dass das Lager „the Bloc“ (dt.: der Block) genannt wird. Finden sie es und bringen sie mir was nützliches zurück. Ich bin es leid im Dunklen zu tappen.“

“Sehen sie es als getan an, General. Ich werde sie kontaktieren sobald ich die Informationen habe.” Ramazan beeilte sich; Karmali’s Ungeduld forderte schnelle Ergebnisse.

Die Quelle ist entdeckt
Selik war verzückt. „Endlich, Antworten!“, dachte er als er durch das weitläufige Hauptquartier ging, das in Zaripov's Büro führte. Alles machte nun Sinn. Selik war stolz das Nightwacht 1 für Zaripov durchkommen konnte. Nur durch Zufall hatte einer seiner Leutnants den Mann von Apollo Defense Systems (dt.: Apollo Verteidigungssysteme) während der Durchsuchung einer NIU-Schiffslieferung erkannt; das Glück schien heute auf seiner Seite zu sein.

Apollo Defense Systems war eine große internationale Firma, die im Stande war Karmali mit dem Guthaben zu unterstützen um den Krieg weiterzuführen. Nachdem man den Mann von Apollo erkannt hatte, dauerte es nicht lange bis Nachforschungen beweisen konnten das die Firma viel in Karmali's Operation investiert hatte. Zaripov musste das so schnell wie möglich erfahren; er würde die Lieferungen von Apollo an Karmali innerhalb einer Woche stoppen. Endlich erreichte er Zaripov's Büro. Er ignorierte die Protestschreie der Sekretärin und stürmte durch die Tür.

“Sir!” rief er ohne nachzudenken. Aber das Büro war leer; Zaripov war nicht da.
“Wie ich ihnen bereits versucht habe zu sagen…” Zaripov’s Sekretärin hatte ihn eingeholt, sie klang aufgeregt und ihr Gesicht machte einen entrüsteten Eindruck. “Er ist im Moment nicht hier. Ich kann einen Termin für sie einplanen sobald er wieder…”

Dumme Frau. Selik unterbrach sie bevor ihre Selbstherrlichkeit sie überwand. “Ja, tun sie das. Er soll mich so schnell wie möglich kontaktieren, sagen sie es sei dringend.” Wo könnte er bloß hin sein? Der Krieg erforderte das Zaripov sich im Schutz von Nightwatch 1 aufhielt, wie war er ihm nur entwischt?

Die Jagd geht weiter
Karmali verließ das Meeting mit völliger Überzeugung, dass die Annahme von Apollo Defense Systems als Partner im Krieg eine der besten Entscheidungen sei, die er jemals getroffen hat. In Wirklichkeit wäre er ohne Apollo wohl noch beim Militär, als Zaripov's Schoßhündchen. Die Informationen, die sie mit ihm teilten, überzeugten ihn davon das Derbaran untergehen würde falls Zaripov an der Macht bliebe.

Heute traf sich Karmali mit ihnen um über eine derbaranische Waffenlieferung zu reden, die die NIU abgefangen hat. Diese neuen Waffen und Panzer waren fortgeschrittener als alles was die NIU in ihrem Arsenal besaß und Apollo wird den Aufbau für NIU-Nutzung imitieren.
Sein Telefon klingelte; es war Ramazan.

“Hallo, Hauptmann. Ich hoffe sie haben gute Nachrichten für mich?”, fragte Karmali hoffnungsvoll.
“Ja und nein, Sir.” Ramazan wollte Karmali’s Hoffnungen nicht zu Nichte machen.
“Nur raus damit, Ramazan. Seinen sie nicht schüchtern.”, schalt Karmali ihn.
“Nun ja, Sir … Wir haben the Bloc erobert, aber wir verließen ihn wieder aufgrund der Information, dass der War Rock vom seiner aktuellen Position nicht weit entfernt von the Bloc entfernt wurde. Einer der derbaranischen Offiziere brach unter der Befragung und erzählte uns das der War Rock in Khali aufbewahrt wird, was wir auf Grund des laufenden Waffenkongresses nie in Erwägung gezogen hätten...”

“Wo genau sind sie gerade, Hauptmann?” Karmali wusste dass da mehr war.
“In Khali. Der Kongress endete vor ein paar Tagen, allerdings befand sich immer noch ein kleiner derbaranischer Trupp hier. Nach dem wir mit ihnen fertig waren, suchten wir alles ab. Der War Rock ist nicht hier … er wurde fortgebracht bevor wir kamen. Was auch immer dieser „War Rock“ ist, er bleibt nie lange an einem Ort. Wir versuchen ihn aufzuspüren, jedoch nährt sich die derbaranische Verstärkung bedrohlich.”, erklärte Ramazan.

“Gute Arbeit, Hauptmann. Machen sie weiter wie bisher, ich bin gespannt wohin uns das führt. Lassen sie mich wissen wenn sie etwas neues haben.” Karmali vertraute Ramazan von all seinen Soldaten am meisten, daher war es im gestattet, ohne direkte Befehle seiner Vorgesetzten zu operieren.
“Wie sie wünschen, Sir.”

Panik
Malcolm Black saß zusammengekauert hinter einem Müllcontainer in einer Alle. Er warte auf die Dämmerung, so das er sicher vorankam ohne gesehen zu werden. Die Informationen über den War Rock, die er unabsichtlich entdeckte hatte, gehörten an die Öffentlichkeit getragen. Malcolm war weder ein Held, noch wollte er einer sein. Er würde die Informationen bei der Associated Press hinterlegen und dann schnellst möglich zurück in sein derbaranisches Labor gegen, bevor sein Fehlen bemerkt wurde. Er hatte Angst; er würde sterben falls sie ihn mit den Informationen entdecken.

Es war nicht wie im Film, in dem der verzweifelte Held aus dem Nichts neuen Mut schöpft. Er konnte nicht aufhören zu zittern; seine Familie war alles an was er dachte. Leg sich nur ab, geh zurück und morgen bist du wieder zu Hause, alles wird gut. Er begann die Straße hinunter zu gehen, es waren nur ein paar Blocks bis zu seinem Ziel. Er beruhigte sich langsam; er konnte es kaum erwarten nach Hause zu gehen, die letzten Tage hatten ihn physisch und mental stark mitgenommen. Der War Rock war ein gleichsam faszinierendes und gefährliches Objekt. Die Zusammensetzung hatte er noch nie zu vor gesehen, sogar das Metall war einzigartig. Alles war er gesichert wusste war, dass jemand ihn gebaut hat und er in den falschen Händen tödlich wäre. Blacks instinktive Neugierde weckte das Verlangen weiter an dem Projekt zu arbeiten; er war sich sicher dass seine Arbeit der letzten zwei Tage einen Nobelpreis wert war. Allein der Gedanke über das Potenzial des War Rocks machte ihn ganz wirr im Kopf. Allerdings wusste er zu sagen, das er für Kriegstreiberei und Machtkämpfe benützt würde, denn das war der Pfad für den sich Zaripov und Karmali entschieden hatten.

Er er hatte das Büro fasst erreicht. In seiner Hast ging er so schnell um die Ecke, dass er dabei einen Obdachlosen umwarf.

“Verzeihen sie bitte …”, entschuldigte sich Malcolm.

“Nicht schlimm. Haben sie vielleicht etwas Kleingeld für mich?”, fragte der Durchreisende.

“Tut mir Leid, aber ich habe nichts dabei … ich war in Eile als ich rausging.” Malcolm ging gerade die Treppe zur Hintertür hoch als er das unverwechselbare Klicken einer Waffe hörte. Er drehte sich um und sah den Obdachlosen, wie dieser mit einer schallgedämmte Pistole auf ihn zeigte. “Ich ahbe wirklich kein Geld dabei…”

“Darum geht es mir nicht. Ich will das Dokument in ihrem Mantel.” Malcolm wusste, dass er keine Wahl hatte.

“Okay.” Er überreichte ihm das Dokument. “Ich tat nur was meiner Meinung nach das Richtige sei, bitte …” Aber er konnte den Satz nicht beenden.

Der Meuchelmörder verbarg das Dokument in seinem Mantel, presste seinen Ärmel auf den Mund und flüsterte: „Ich hab das Paket.“ in ein verstecktes Mikrofon.
Malcolm verstarb leise auf der Straße, mit seinen letzten Gedanken bei seiner Familie.

Der Verdacht erhärtet sich
“Danke, dass sie sich die Zeit für mich genommen haben, Karmali.”, raunte Ramazan in sein Handy; er observierte ein mögliches Lager, in dem sich der War Rock befinden könnte.

“Wie immer werde ich ihnen so gut es geht Rede und Antwort stehen.”, antwortete Karmali taktvoll. Ramazan kannte sich in Geheimniskrämerei aus, daher verstand er, dass Karmali ihm nichts erzählen konnte.

“Ich habe eben die Zeitung gelesen. Anscheinend wurde gestern ein amerikanischer Wissenschaftler vor dem Pressegebäude ermordet und das nur eine halbe Meile von mir entfernt.” Ramazan war besorgt, da er nichts über den Aufenthalt des Wissenschaftlers in Derbaran wusste. “Wussten sie das er hier war?”
“Nein.”, antwortete Karmali. “Offensichtlich hat Zaripov ihn während seines Aufenthalts vor uns versteckt. Er wurde von unserem Partner umgelegt; der Kerl wusste zu viel.”
“Nun, haben sie wenigstens bekommen, was sie von ihm wollten? Ich kann die Motivation unseres Partners immer noch nicht nachvollziehen. Ist es etwas persönliches? Haben sie den War Rock verloren?” Ramazan und Karmali wollten den Namen Apollo nicht in den Mund nehmen, denn deren Bündnis mit der NIU musste geheim bleiben.

“Machen sie sich darüber mal keine Sorgen.”, versicherte ihm Karmali. “Vertrauen sie mir wenn ich sage dass ich sie unter Kontrolle habe. Ich weiß alles was sie auch wissen.”

“Das hoffe ich doch, Karmali, denn ich traue ihnen nicht. Sie wussten das er hier und wir nicht. Warum haben sie uns nichts davon erzählt?”, fragte Ramazan.

“Sie mussten schnell handeln um ihn zu finden. Uns zu informieren wäre unnötig gewesen und es wäre auf das selbe hinaus gelaufen.”, erklärte Karmali. “Ramazan, sie müssen ihnen nicht trauen. Glauben sie mir einfach wenn ich sage dass ich weiß was ich tue. Ich brauche ihre Kraft in den kommenden Tagen. Nun wird es interessant …”

Kapitel 3: Artifact
Ministerin Dong
Der Konvoi der Ministerin bewegte sich schnell über die schmale, unbefestigte Straße durch Cloud Forrest (dt.: Wolkenwald). Er bestand aus zwei Geländewagen, die von vier Motorrädern begleitet wurden; Zaripov höchst persönlich hatte die Sicherung der derbaranischen Ministerin für Wissenschaft und Forschung veranlasst. Sie hatte dem Präsident viel versprochen und Zaripov verzieh keine Fehler.

Nach einer holprigen Fahrt erreichten sie einen Betonklotz, der auf einer Lichtung stand. Die Geländewagen fuhren so nah wie Möglich an Vordereingang ran. Die Leibwächter stiegen von ihren Motorrädern ab; zwei von ihnen traten, mit MP7s bewaffnet, nach vorne und prüften den Weg den sie gerade gekommen war nach Gefahren ab. Einer der verbleibenden zwei Leibwächter nährte sich der Metalltür des Bunkers; auf der rechten Seite befand sich ein Codeblock. Der Leibwächter öffnete die Plastikverkleidung und tippte eine Folge von Nummern in den Codeblock. Kurz darauf öffnete sich die Metalltür mit einen Knarzten. Der Leibwächter neben dem Geländewagen der Ministerin öffnete freundlich die rechte Beifahrertür, die Augen von ihr abgewandt. Ein Paar schwarzer Pradaschuhe stiegen aus dem Humvee, gefolgt von einem weißen Regenmantel. Ministerin Young Ju Dong war für eine Forscherin und dem Umstand entsprechend, das ein Bürgerkrieg tobte, viel zu gut gekleidet. Sie trat sehr selbstbewusst auf und hielt den silbernen Aktenkopf in ihrer Hand fest umschlossen. Ohne zu zögern stieg sie aus dem Geländewagen aus und bewegte sich in Richtung Bunker. Es lagt eine Art Eile in ihren Bewegungen, aber sie rannte nicht. Die Leibwächter folgten ihr herein und die Metalltür schloss sich knarzend hinter ihnen.

Im Bunker nährten sich zwei Leibwächter einem Stapel Kisten und begannen sie aus dem Weg zu räumen. Unter den Kisten befand sich eine schmale Bodenluke. Ein Leibwächter griff nach unten und öffnete die rechteckige Luke. Eine schmale Treppe, die nach unten führte, offenbarte sich. Ministerin Dong begann mit dem Abstieg und sobald die Luke sich schloss flackerten fluoreszierende Lichter an. Ein Mann begrüßte die Gruppe, sein weißes Haar war ungeklärt, er trug einen Laborkittel und seine Brille hing schief. “Willkommen in Artifact (dt.: das Artefakt), Frau Minister!”, sagte er überschwänglich. Diese Wissenschaftler arbeiteten isoliert von der Außenwelt und das war sicher das aufregendste was passierte, seitdem einer der Forscher seinen Laborkittel mit einen Bunsenbrenner in Flammen gesetzt hatte. “Sie wollen bestimmt die Körper sehen, Frau Minister. Hier lang…” Die Wissenschaftler führten die Gruppe tiefer in die Anlage.

General Karmalis Büro, NIU Hauptquartier
General Karmali saß gerade an seinem Mahagonischreibtisch in seinem Büro und arbeitete einige Berichte durch, als das Telefon klingelte. Er ließ es erst zwei Mal klingeln, dann hob er ab.

“Hallo General, ich hoffe bei ihnen ist alles in Ordnung.”, sagte eine dunkle und befehlend klingende Männerstimme.

“Ja Hr. Guyner, es ist alles in Ordnung. Ich nehme an, da sie um 3 Uhr morgens anrufen, dass sie Informationen für mich haben.”, antwortete der General. Er war ein erfahrener Diplomat und würde eine Bevormundung seitens Hr. Guyner nicht zulassen. Schon gar nicht um 3 Uhr morgens.

“Wir haben neue Informationen bezüglich des War Rocks erhalten und möchten sie mit ihnen teilen. Denn wenn wir als Verbündete zusammenarbeiten wollen, müssen wir einander vertrauen, stimmt's General?“ Das war eine rhetorische Frage und der General antwortete nicht darauf. Er wollte zwar, aber war sich nicht sicher wie.
“Nun General, ich wollte sie wissen lassen dass der War Rock nicht von uns ist. Wir haben keine Informationen über ein Projekt innerhalb Apollo Defense Systems oder eines anderen Projekts, das auch nur im entferntesten etwas mit dem War Rock zu tun haben könnte. Wir vertrauen darauf, dass ihre Männer den War Rock für uns bergen können. Natürlich würden wir unser gesamtes Wissen und unsere Forschung mit der NIU teilen und sie für ihre Bemühungen entlohnen. Was sagen sie dazu?”

Das war ein gutes Angebot, befand Karmali. Besonders, da er das sowieso vorhatte. Den War Rock zu bergen würde der NIU einen entschiedenen Vorteil in diesem Krieg geben.

“Ich sage wir können ihn dabei helfen, Hr. Guyner”, antwortete Karmali.

“Freut mich zu hören, General. Ich freue mich auf ihre Ergebnisse, einen schönen Abend noch.” Der Mann legte zwar schnell auf, aber nicht rüde. Ihre Unterhaltung war geschäftlich, und das Geschäft war beschlossen.

Der nächste Morgen
Es klopfte kurz an Karmali's Tür, dann öffnete sie sich und Hauptmann Ramazan trat ein.
“Ihr habt nach mir gefragt, General?”

“Ramazan, sie müssen mit ihren Kontakten sprechen, ich will wissen ob sie neues über den Aufenthaltsort oder was auch immer mit dem War Rock zusammenhängt haben. Und fragen sie ihren Insider bei der People's Press. Apollo Defense Systems zählen darauf, dass wir den War Rock so schnell wie möglich lokalisieren.”

“Ja, Sir. Ich melde mich sobald ich etwas konkretes habe.”, antwortete Ramazan. Er salutierte schnell und verließ das Büro.

Der Forschungs- und Herstellungskomplex Artifact, Teil 1
3 Monate später

Ministerin Dong saß an ihrem Schreibtisch und analysierte gerade die neusten Testergebnisse als jemand an die Tür klopfte. Es war einer der führenden Wissenschaftler des Forschungsteams. Dieses studierte die zwei Körper die nahe der Absturzstelle des War Rocks gefunden, was eine Ewigkeit her zu sein schien, bloß jedes Mal, wenn sie fast eine Nachbildung synthetisierten, schwand diese dahin und starb innerhalb weniger Stunden. Dieses Mal war es anders.

„Herein.”, antwortete Ministerin Dong.

Der Wissenschaftler öffnete langsam die Tür und schloss sie hinter sich. „Frau Minister! Wir haben ein stabiles Testobjekt!“, sagte er. Man konnte die Aufregung n seiner Stimme hören. „Hier sind die Berichte. Es ist seit 5 Stunden in einem stabilen Zustand!“

Der Mann überreichte der Ministerin die Testberichte. Sie überflog die ersten paar Seiten flüchtig und prüfte hier und da ein paar Zahlen. Nach ein paar Momenten, setzte sie sich zurück auf ihren Stuhl, nahm ihre Brille ab und legte sie auf den Tisch. „Wir haben es geschafft! Dann sind großartige Neuigkeiten! Zaripov wird erfreut sein.“, sagte sie. So aufgeregt hatte man Ministerin Dong schon lange nicht mehr gesehen.

“Wann wird es bereit für eine Probe sein?”, fragte Ministerin Dong.
“Wir sollten es bis morgen fertig vorbereitet haben.”, antwortete der Wissenschaftler. “Aber sollten wir nicht zuerst weitere Test durchführen? Wir wissen nicht wie Menschen darauf reagieren werden.”, fügte er hinzu.

“Das wird nicht nötig sein!”, antwortete Ministerin Dong und schnitt dem Mann damit das Wort ab. “Wir werden unsere Test draußen beenden, dort werden wir echte Ergebnisse erhalten. Finden sie mir eine adäquate Umgebung für den Test.” Die Finalität in ihrer Stimme duldete keinen Widerspruch. Er nickte mit den Worten: „Ich werde das Team vorbereiten.“

Die Ruinen von Vitious
24 Stunden später

Ministerin Dong und ihr Forscherteam erreichten die Ruinen von Vitious um ihre neue Waffe zu testen. So nannte zumindest Zaripov es und falls der Prototyp funktionieren sollte, würde er für immer das Gesicht des Kriegs verändern.

Sie trugen alle Schutzanzüge. Zwei der Forscher trugen große Koffer, die Laptops und andere wissenschaftliche Ausrüstung enthielten. Die Idee dabei war, dass eine kleine Gruppe NIU-Soldaten nach einem Kampf mit derbaranischen Truppen hier zurückgelassen wurden. Diese Soldaten jagten die sich zurückziehenden derbaranischen Truppen und entschieden sich, hier in den Ruinen der einst so stolzen Hauptstadt Derbarans, zu kampieren, um sich bald mit dem Rest ihrer Einheit zu vereinen. Ministerin Dong hätte sich kein besseres Testgelände wünschen können. Die NIU-Dogs würde für ihre Frechheit büßen.

“Wir sind in Position, Over.”, sprach Ministerin Dong in ihr Walkie-Talkie. Einige Sekunden später antwortete eine dumpfe Stimme: „Roger, Artifact Team. Wir beginnen nun mit Operation spray-n-pray (dt.: sprühen und beten).“

Ministerin Dong konnte nicht länger still halten; sie hatte nun fast ein Jahr auf diesen Moment hingearbeitet. Ihre Karriere, ihre Forschung, ihre Rente ... alles hing von diesem Moment ab. Sie gebar einem der Leibwächter ihr ein Fernglas zu bringen. Es war fast soweit. Sie betrachtete die Ruinen des ehemaligen derbaranischen Kapitols, in dem sich die NIU-Truppen versteckt hielten, durch ihr Fernglas. Innerhalb weniger Minuten konnte man den Lärm von zwei Blackhawk-Helikoptern aus der Ferne vernehmen. Als die Geräusche lauter wurden, verließen die NIU-Truppen ihre Deckung um nachzusehen, was gerade geschah. „Da sind sie!“, schrie Ministerin Dong. Zum Geräusch der vorbeifliegenden Helikopter mischte sich ein blauer Rauch, der sich über den Himmel verteilte. Bald war alles von dem blauen Rauch eingehüllt. Das war Präsident Zaripov’s preisgekrönte Waffe; das war die Erlösung für Derbaran.

“Lasst uns reingehen!”, befahl Ministerin Dong ihrem Team; die Wissenschaftler nahmen ihre Ausrüstung und marschierten in den blauen Rauch. Nach einigen Minuten Fußmarsch, begannen sie gequälte Schreie und Keuchen zu vernehmen. Man konnte Umrisse erkennen, die sich durch den dichten Rauch bewegten. Es schien wie im Traum. Plötzlich brach ein entstelltes Wesen den Rauch so schnell in Richtung eines Wissenschaftlers, dass Ministerin Dong das Loch in der Rauchwand sehen konnte. Es passierte zu schnell um zu reagieren, der durchgedrehte NIU-Soldat nahm den Arm des erstarrten Forschers und riss in sauber ab. Die NIU-Soldaten waren dem Wahnsinn verfallen. Anstatt sie zu töten, hatte der blaue Rauch sie in eine Rage versetzt, in der sie alles töteten, was in ihrer Reichweite war. Die Leibwächter eröffneten das Feuer, aber der Rauch war zu dicht und die Bewegungen der verrückt gewordenen NIU-Soldaten zu schnell. Ein Leibwächter wurde von ihnen in den Rauch gezogen, seine Schreie verstummten in der Ferne.

Die Ruinen von Vitious, Teil 2
“Rückzug!”, schrie Ministerin Dong. Sie und ein Teil ihres Forscherteam, darunter der führende Wissenschaftler, konnte aus der Mitte der grunzenden NIU-Soldaten und den kleinen Schusssalven entkommen. Ministerin Dong drehte sich noch ein letztes Mal um. Die Konturen der wahnsinnigen NIU-Soldaten verschwammen zu einem Umriss. „Was für eine interessante Wendung.“, dachte sie sich. „Das wird uns ein ganz neues Forschungsgebiet eröffnen.“ Ministerin Dong und das verbliebene Forscherteam machten sich auf den Rückweg nach Artifact, um den Bericht für Präsident Zaripov vorzubereiten.

Als eine kleine Abteilung NIU-Soldaten eine Stunden später die Ruinen von Vitious erreichte, hatte der blaue Rauch sich bereits verzogen. Zum Unglück der NIU war der blaue Rauch von Dörfler rund um Vitious entdeckt worden; sie entdeckten das, was die Zeitungen später als „Feld voller verstümmelter Körper, die man bis auf Fetzen von NIU-Uniformen nicht mehr identifizieren kann“ betitelten.

Die Neuigkeiten verbreiteten sich schnell. Immerhin tauchten nicht jeden Tag verstümmelte und entsetzlich deformierte Körper aus dem Nichts in Derbaran auf. Schon bald wurde die mediale Berichterstattung und die fehlende Zeit, der NIU-Truppen zur Stellungnahme zu einem größeren Problem für Karmali als der Krieg selbst. Verschiedene Stämme, die loyal zur NIU und General Karmali waren, verlangten Rache, warfen Karmali Machthunger vor und dass er die Leute, für dessen Schutz die NIU gegründet wurde, vergessen hätte. Die Dinge waren nicht mehr unter Kontrolle; es sah nicht gut für den General aus. Es gab immer noch weder Neuigkeiten über den Aufenthaltsort des War Rocks, noch über den mysteriösen blauen Rauch. Der NIU ging die Zeit aus. Schon bald würden sich ihre Anhänger ihre Unterstützung beenden und sich gegen sie wenden.

Der Forschungs- und Herstellungskomplex Artifact, Teil 2
Einige Tage später

Ministerin Dong überflog den Autopsiebericht einer der verstümmelten Überreste des Vitious-Vorfalls.

“Entzückend.”, schwärmte sie. Sie konnte ihre Aufregung kaum zurückhalten. “Der Erreger, nun „Blue Smoke“ (dt.: blauer Rauch) genannt, verursachte bei einigen Objekten einen rasanten Zuwachs des Muskel- und Nervengewebes. Andere Objekte starben sofortig an Herzfehlern.“ Auch wenn es „Nebeneffekte“, so z.B. den Verlust von Intelligenz und die Steigerung in Rage, gab, tat Ministerin Dong diese als unwichtig ab. Mit direkter Order von Präsident Zaripov hatte sie sich nun ausschließlich auf die Perfektionierung des Blue Storm-Projekts zu konzentrieren.

General Karmali's Büro, NIU Hauptquartier
General Karmali's Telefon klingelte. „Wieder einer dieser 3 Uhr morgens Anrufe.“, dachte er sich. „Ich glaube immer mehr das Hr. Guyner ein Vampir ist ...“ Widerstrebend nahm er ab. Aber es war nicht Hr. Guyner, es war Hauptmann Ramazan.

“Sir, ich habe dringende Neuigkeiten; Informationen über die seltsame blaue Rauch Sache. Ich habe von meinem Kontakt bei der People's Press gehört. Sein Vater war kurz vor dem Vorfall in der Umgebung. Er sagte, er habe Wissenschaftler mit bewaffneten Eskorten in Geländewagen ankommen sehen; sie trugen schwere Ausrüstung mit sich. Nun frage ich sie: Seit wann brauchen Wissenschaftler bewaffnete Eskorten und Humvees, Sir?“

“Das ist eine gute Frage, Ramazan, auf die wir so schnell wie möglich eine Antwort finden müssen. Vielleicht haben sie in der Nähe ein Forschungslabor. Haben sie bereits Hinweise?”, antwortete Karmali.

“Noch nicht, Sir, aber Dörfler aus Cloud Forrest berichteten von gesteigerte Aktivität dort. Sie erwähnten Leute in Laborkitteln. Also beginne ich dort mit der Suche.”, antwortete Ramazan.

Nach einer kurzen Pause entgegnete General Karmali: “Gute Arbeit, Ramazan. Ich will dass sie ihre besten Männer nehmen und dieses Lager finden. Ich brauche alles, das Personal, Dokumente, einfach alles.”

“Verstanden, Sir. Ich werde sobald wie möglich berichten. Ramazan out,”, antwortete Hauptmann Ramazan und legte auf.

Der Forschungs- und Herstellungskomplex Artifact, Teil 3
Einige Stunden später

Hauptmann Ramazan’s Desert Dogs waren berühmt für ihre Geschwindigkeit und ruchlose Effizienz. Innerhalb weniger Stunden stand Ramazan mit seinem Elite Team vor dem derbaranischen Bunker in Cloud Forrest. Die Reifenspuren hatten sie zum Eingang geführt. Der rege Betrieb war für einen Bunker mitten im Nirgendwo fast ebenso verdächtig wie das Fehlen von Sicherheitskräften jeder Art.

Der Hauptmann gebar seinen Leuten sich vorwärts zu bewegen. Die große Bunkertür war bereits offen. Die Desert Dogs bewegten schwärmten eilig aus, jeden Raum durchsuchend. Es dauerte nicht lange bis sie den Eingang zum Artifact Forschungskomplex fanden.

Hauptmann Ramazan stieg mit seinen Männern die schmale Treppe zum Komplex hinunter. Die Lichter waren erloschen und es war niemand in Sicht. Ramazan gebar seinen Männer ihre Nachtsichtgeräte aufzusetzen und den Komplex durchsuchend auszuschwärmen.

Die Desert Dogs durchkämmten alles. Sie betraten jeden Raum, durchsuchte jeden Schrank und jede Ablage. Artifact war völlig leer geräumt worden. Keine Wissenschaftler, keine Dokumente. Es gab Anzeichen eines Kampfes: zerbrochene Reagenzgläser, umgeworfene Tische und Glasscherben auf dem Boden des Komplexes.

“Verdammt, hier ist nichts.”, rief Hauptmann Ramazan laut aus. “Wir sind zu spät.”, setze er fort. “Nehmt eurer Zeug und lasst uns zum Hauptquartier zurückkehren.”, befahl er seinen Männern. “Den General wird das brennend interessieren.” Also kehrten die Desert Dogs aus einer Sackgasse ohne weitere Hinweise zu General Karmali zurück.

Der Rauch beginnt sich zu lichten
An einem geheimen Ort nicht weit von Cloud Forrest

Die quietschend öffnende Tür gab den Blick auf einen besonders hellen, leer wirkenden Raum frei. Es gab kein Mobiliar in ihm. An den Händen gefesselte und Augenbinden tragende Wissenschaftler wurden von scheinbar angeheuerten Söldnern hinein geführt. Unter ihnen befand sich auch Ministerin Dong. Die Leibwächter warteten außerhalb. Nachdem auch der letzte Forscher den Raum betreten hatte, schloss sich das gigantische Metalltor.

Die Wissenschaftler, angsterfüllt und nichts wissend über den Verlauf ihres Schicksals, hielten sich gegenseitig fest und versuchten etwas durch die Augenbinden zu erkennen. Sie wurden von einem Geräusch unterbrochen. Angsterfüllt hielten sie inne. Eine kleine Metalltür öffnete sich auf der anderen Seite des Raums und ein gut gekleideter, großer Mann trat heraus. Er gebar dem Leibwächter die Augenbinden zu entfernen. Einem nach dem andrem wurde den Wissenschaftlern die Augenbinde abgenommen und einer nach dem andrem schaute verzweifelt durch den Raum, in der Hoffnung zu erkennen wo er sich befand.

Nach dem alle Augenbinden abgenommen waren und die Augen der Wissenschaftler sich an das Licht gewöhnt hatten, begann der Man zu sprechen. Er kam gleich zum Punkt: „Meine Damen und Herren, mein Name ist Hr. Guyner. Willkommen im Hauptquartier von Apollo Defense Systems. Wenn sie kooperieren werden sich unverletzt hier raus kommen und ihre Familien wiedersehen können.”

Als er den Satz beendet hatte, öffnete sich die Metalltür hinter Hr. Guyner erneut und ein anderer Mann betrat den Raum; im Gegensatz zu Guyner war er muskulös und sein Blick war gefühllos. Hr. Guyner lehnte sich zurück und flüsterte ein paar Worte in die Ohren des Mannes, worauf dieser Ministerin Dong aus der Gruppe der Forscher griff und sie aus dem Raum beförderte. Kurz bevor sie den Raum verließ, warf sie einen letzten Blick auf ihr Team. In ihrem Inneren wusste sie, dass sie sie nie wieder sehen würde. Aus den verwirrten Blicken der derbaranischen Forscher heraus folgte Hr. Guyner der Ministerin nach draußen und die Metalltür schloss sich quietschend hinter ihnen.]

Zitat Ende

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